Dienstag, 10. November 2020

Gedanken zum Volkstrauertag 2020

Am Volkstrauertag erinnern wir uns an die Geschichte, vor allem an die dunklen Kapitel unserer deutschen Geschichte. Schade, dass wir uns in diesem Jahr zur Erinnerung nicht treffen können wegen der Corona-Pandemie. Aber die Erinnerung selbst kann uns jederzeit ins Herz treffen.

 

Vor 81 Jahren begann der Zweite Weltkrieg und brachte unsägliches Leid über Millionen von Menschen. Vor 71 Jahren wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet: Ein Meilenstein demokratischen Bewusstseins. Vor 31 Jahren fiel die Mauer, die Deutschland in zwei Teile und Europa, ja die ganze Welt in zwei Systeme teilte. 

 

Vor 81 Jahren wurde versucht, die Geschichte Europas, die wesentlich auch die Geschichte des christlichen Glaubens ist, durch eine menschenverachtende Ideologie zu ersetzen. Vor 71 Jahren wurde ein Grundgesetz verabschiedet, dessen geistige Väter und Mütter sich dem christlichen Glauben verpflichtet fühlten. Die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges hatte sie gelehrt, dass ein Neuanfang ein stabiles geistiges Fundament braucht. „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantierten kann“, lautet der von Wolfgang Böckenförde formulierte Grundsatz. Die Präambel des Grundgesetztes beginnt mit den Worten: „In Verantwortung vor Gott und den Menschen“. Vor 31 Jahren fiel die Mauer. Der anhaltende friedliche Protest, die Friedensgebete in den großen Kirchen, der Mut vieler Christinnen und Christen hatte einen ganzen ideologischen Apparat ins Wanken gebracht.

 

Und heute? Mir scheint, dass wir wieder sehr geschichtslos leben; ohne Sinn für den Sinn der Vergangenheit, für ihre Bewältigung auf Zukunft hin. Eine Gesellschaft, die sich an nichts erinnern mag. Wie sonst könnte es sein, dass Populisten an Macht und Einfluss gewinnen? Leute, die aus der Geschichte nichts lernen wollen, ja die sie geradezu ignorieren? In vielen Ländern wird die lang erkämpfte Demokratie über den Haufen geworfen, zu Gunsten von Diktatoren. Gott sei Dank ist das in den Vereinigten Staaten vorerst beendet. Doch wie sieht es aus in anderen vormals demokratischen Staaten? 

 

Vielleicht haben wir uns zu sehr an die Freiheit gewöhnt. Die demokratische Grundordnung ist zum Alltag geworden. Und die Menschenwürde ist häufig viel zu weit weg. Wir halten uns die Probleme vom Leib und machen die Grenzen einfach dicht. Daran ist ganz Europa mitschuldig geworden. Haben wir uns etwa an die Freiheit gewöhnt, weil wir so geschichtslos geworden sind? Wenn man nicht mehr weiß, was die Freiheit kostet, dann weiß man sie auch nicht zu schätzen und nicht zu schützen. Corona-Leugner zum Beispiel schätzen die geschenkte Freiheit gering, stattdessen nehmen sie sich die Freiheit heraus, sich über die Gesundheit anderer Menschen zu stellen und kruden Verschwörungsmythen auf den Leim zu gehen.

 

Der heutige Volkstrauertag darf uns eine Hilfe sein, die Erinnerung nicht aufzugeben. Die größte politische Sünde ist das Vergessen. Wenn wir vergessen und verdrängen, dann werden wir aus der Geschichte nichts lernen. Wenn wir der Opfer der Kriege gedenken, dann dürfen wir nicht vergessen, dass es nicht Vaterlandsliebe war, sondern Unfreiheit, die sie zu Tode gebracht hat; nicht Heldenmut, sondern Unmenschlichkeit. Niemand ist für irgendein Vaterland gestorben, vielmehr sind alle von Diktatoren ermordet worden, und zwar völlig sinnlos! Das dürfen wir nicht vergessen.

 

Mit Menschen, die sich nicht erinnern, die keine Meinung haben, kein Profil; mit Menschen, die allzu leicht vergessen, was die Freiheit kostet, kann man recht problemlos einen totalitären Staat machen. Deshalb brauchen wir das Gedenken, die Erinnerung. Der Liedermacher Manfred Siebald hat zum Fall der Mauer am 9. November 1989 ein Lied geschrieben, das, so hoffe ich, für sich spricht. Mit einigen Zeilen aus seinem Liedtext möchte ich schließen:

 

Über Nacht kann sich alles ändern, 

alte Lehren melden den Bankrott;

die Gedanken tasten nach Geländern. 

Wohl dem, der einen Halt hat ...

 

Über Nacht rosten blanke Orden, 

und das Lob von gestern wird zum Spott.

Mancher Ruhm ist zur Last geworden. 

Wohl dem, der einen Halt hat ...

 

Über Nacht gehn die kurzen Beine 

langer Lügen plötzlich nicht mehr flott,

und die Wahrheit reißt sich von der Leine. 

Wohl dem, der einen Halt hat ...

 

Über Nacht können Gräber sprechen 

und die Henker schleift man zum Schafott.

Was einst Recht schien, zeigt sich als Verbrechen. 

Wohl dem, der einen Halt hat.

 

Über Nacht können Sockel wanken, 

und die Helden wandern auf den Schrott,

und mit ihnen wandern die Gedanken.

Wohl dem, der einen Halt hat ...

 

In diesem Lied fehlt am Ende jeder Strophe ein Wort. Wohl dem, der einen Halt hat: Gott. Ihn brauchen wir, um unsere Ethik nicht in die Luft zu hängen, und um die Menschenwürde mehr als menschlich zu begründen. Wohl uns, wenn wir unsere Freiheit, unsere Demokratie, unsere Zukunft, unsere Werte irgendwo festmachen können. Wohl dem, der einen Halt hat: Gott.

Freitag, 28. August 2020

Zur Kommunalwahl 2020 in Ahaus

Stellungnahme der katholischen Pfarreien in Ahaus zur Kommunalwahl


Dieser Text wurde in den Medien bisher nur unvollständig zitiert. Hier der ursprüngliche Wortlaut:

 

Am 13. September ist Kommunalwahl. Freiheit und Demokratie gehören zu den großen Errungenschaften der Menschheit, die es mit allen Kräften zu schützen gilt. Als Bürger*innen und als Christ*innen machen wir deshalb von unserem Wahlrecht Gebrauch. Wir haben die freie Wahl zwischen vorrangig sozialer oder ökologischer Politik, zwischen eher konservativen oder eher liberalen Werten. Es gibt Parteien, die sich besonderer lokaler Themen angenommen haben, und Politiker*innen, die sich ohne Parteimitgliedschaft für ihre Stadt engagieren. Es ist ein breites Spektrum, die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut.

 

Nur eine Wahl haben Christ*innen nicht. Sie können ihre Stimme keiner Partei geben, deren Ziele dem christlichen Menschenbild widersprechen, deren Spitzenvertreter sich nicht eindeutig genug von populistischen, nationalistischen und rassistischen Tendenzen distanzieren und die aus den Fehlern insbesondere der deutschen Geschichte nichts lernen wollen. Wer die Würde eines jeden Menschen relativiert und die freiheitliche Demokratie gefährdet, gehört weder ins Parlament noch in den Stadtrat. 

 

Der christliche Glaube ist nicht parteipolitisch, das versteht sich von selbst. Weil aber Gott parteiisch ist – für Recht und Gerechtigkeit, für Freiheit und Verantwortung, für die Armen und Leidenden –, ist der Glaube politisch. Deshalb darf die Kirche nicht schweigen, sie muss sich um Gottes willen zu Wort melden.

 

Die Pfarreiräte und Kirchenvorstände der katholischen Pfarrgemeinden 

St. Mariä Himmelfahrt, Ahaus 

St. Mariä Himmelfahrt, Alstätte und Ottenstein

St. Andreas und Martinus, Wüllen und Wessum

Dienstag, 26. Mai 2020

Der Himmel ist kein Ort

Liebe Schwester Brüder, das heutige Evangelium ist der Beginn des Abschiedsgebets Jesu aus dem 17. Kapitel des Johannesevangeliums. Es hat mich zu drei Fragen animiert: 
    Wo ist der Himmel?
    Was ist Ewigkeit? und 
    Was ist dann das ewige Leben?

Zur ersten Frage: Wo ist der Himmel? Wir wissen alle, er ist nicht oben und nicht unten nicht rechts und nicht links. Sondern jenseits des erfahrbaren Raums. Die Engländer und Amerikaner haben es leichter. Sie sagen „sky“ für den Ort, wo die Wolken und Flugzeuge fliegen, und „heaven“ für den „Ort“ Gottes. Aber auch das führt nicht weiter. Hat denn Gott einen Ort? Kann man „heaven“ überhaupt sagen? Gott scheint irgendwie überall und nirgends zu sein. „Gott ist überall zu orten, aber nirgends zu lokalisieren“, sagt der evangelische Theologe Heinz Zahrnt. 

Gott ist überall zu orten, aber nirgends zu lokalisieren: Man kann ihn überall erfahren, aber man kann nicht sagen: „Jetzt hab ich ihn“. Wo soll der Himmel auch sein? Wir können nur denken in Zeit und Raum. So ist unser Gehirn gemacht. Deshalb brauchen wir, um überhaupt etwas über Gott und seinen Himmel zu sagen, Bilder aus Zeit und Raum. Nur Bilder! Und wissen doch, dass Gott jenseits von Zeit und Raum ist. Er ist ganz gegenwärtig – jetzt und hier.  

Wir wissen – und manche sind immer noch traurig darüber –, die Erde ist nicht der Mittelpunkt der Welt. Der Urknall war vor 13,7 Milliarden Jahren. Seitdem driftet der Raum auseinander. Unsere Sonne ist ein Stern der dritten Generation. Also auch schon zusammengesetzt aus dem, was vorher mal explodiert war. Sie ist keine fünf Milliarden Jahre alt. Unser Sonnensystem – die Sonne und die Planeten – befindet sich am Rande der Milchstraße in einem Seitenwirbel – also nicht einmal in der Mitte – und driftet auch auseinander. Unendliche Weiten. Und wir? Die Atome und Moleküle, aus denen wir zusammengesetzt sind, sind letzten Endes Sternenstaub, der sich irgendwo mal zusammengetan hat vor unendlicher Zeit. Die Erde hat zwei Milliarden Jahre gebraucht bis zur ersten Aminosäure. Und vom Einzeller bis zum Menschen waren es bloß 900 Millionen Jahre. Als das Leben einmal da war, ging es scheinbar ganz schnell. 

Wo soll bei diesen unendlichen Räumen der Himmel sein? Gott ist kein Gegenstand dieser Welt. Wir können nicht über ihn sprechen wie über einen Gegenstand. Und wenn er nur ein Begriff des Denkens wäre, wäre er eben ein Begriff – und nicht Gott. Er ist über alles hinaus über allem und in allem. Wir können ihn nicht denken mit unserem Gehirn. 

Ich kannte einen Professor für theoretische Physik am Max-Planck-Institut in Göttingen. Ein frommer Professor, der jeden Tag die heilige Messe besuchte. Solche Physiker gibt es auch! Er erklärte mir das so: „Stell dir vor, du kannst ein Wasserstoffatom vergrößern, bis der Atomkern so groß ist wie eine Apfelsine. Dann ist das Elektron so groß wie ein Stecknadelkopf und saust in tausend Kilometern Entfernung mit zwei Millionen Stundenkilometern um die Apfelsine herum. Und wenn du alle Atomkerne der Erde zusammendrücken könntest, bis sie einander berührten, dann wäre die ganze Erde noch so groß wie ein Fußball, aber so schwer wie die Erde. Und die ganze Menschheit kaum so groß wie ein Zuckerstückchen. Unvorstellbar!“ Und dann sagte er: „Und das meiste davon ist eben nichts anderes als Raum und Bewegung.“ Raum und Bewegung! Und nach einer Weile fügte er hinzu: „Und das ist für mich Geist. Das ist für mich Gott in allem und über alles hinaus.“ 
Die Mystiker haben es immer gewusst. Meister Eckart hat zum Beispiel gesagt: „Gott ist mir näher, als ich mir selber bin.“ Er ist hinter allen Dingen und in jedem Menschen. Und Johannes Scheffler: „Halt an wo läufst du hin, der Himmel ist in dir!“ Wenn du also Gott nicht in dir findest, findest du ihn gar nicht. Nimm ihn war als das große Geheimnis deines Lebens. 
Das Liebe Schwestern und Brüder, ist auch mein Glaube. Es ist alles Geist. Und wir sind schon mittendrin. Nur wir nehmen es nicht wahr – oder nur sehr selten. 

Die zweite Frage: Was ist Ewigkeit? Izaak Newton meinte noch, die Zeit sei eine unumstößliche physikalische Größe, sie sei überall im Weltall gleich. Albert Einstein hat ausgerechnet, dass die Zeit relativ zum Raum ist. Je nachdem, wo ich bin, erlebe ich die Zeit anders. Wenn wir zum Beispiel in die Sterne gucken, dann schauen wir bereits in unsere Vergangenheit. Weil das Licht so lange braucht. Und weil die Schwerkraft den Raum krümmt, ist die Zeit überall anders. Gott ist jenseits der Zeit, wenn wir sagen, dass er ewig ist. Wäre die Ewigkeit bloß eine Zeit, die nicht aufhört, die einfach lange andauert, dann wäre sie ziemlich langweilig. Und wir müssten im Himmel ab und zu Urlaub von Gott machen, weil wir eine solch maßlose Langeweile nicht aushalten würden. Immer dasselbe! Die Ewigkeit muss wie ein Augenblick sein. Eine Gegenwart jenseits der Zeit. Gott ist reine Gegenwart: pure Präsenz!

So ist das ewige Leben nicht ein Ort und nicht eine Zeit, sondern eine Begegnung. Kein Ort, an dem wir einmal sein werden, und keine Zeit, die nicht zu Ende geht, sondern eine Begegnung. Das ewige Leben ist Gott selbst. Und so sagt Jesus im heutigen Evangelium – in seinem Abschiedsgebet: „Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen, und Jesus Christus, den du gesandt hast.“ Das ist der erste Teil des hohepriesterlichen Gebets Jesu. Zuvor gab es drei Kapitel Abschiedsreden an seine Jünger im Abendmahlsaal. Und jetzt betet Jesus zum Vater, er möge ihn verherrlichen. Jesus meint damit seinen Kreuzestod, durch den Gott ihn verherrlicht und zu sich aufnimmt. Dabei betet er auch für seine Jünger, bei denen er bleiben wird auf eine neue, geistige Weise. „Das ist das ewige Leben, dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen, und Jesus Christus, den du gesandt hast.“ 

Der Himmel, die Ewigkeit, ist also ein Jemand und kein Etwas. Ich habe das schon einmal erfahren dürfen in der Meditation – im kontemplativen Gebet. Wir sagen ja normalerweise, es gibt drei Zeitformen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Vergangenheit und die Zukunft sind reine Zeitformen. Aber die Gegenwart ist eine Zeitform, die zugleich auch einen Raum bedeutet. Sie kennen das: Jemand ist ganz gegenwärtig. Dann sagen wir: „Der ist so präsent, der füllt den ganzen Raum.“ „Ich bin ganz gegenwärtig“, heißt: „Ich bin jetzt und hier. Ich bin in der Gegenwart, an diesem Ort, in dieser Zeit.“ Und selbst Einstein sagt, dass am Ende aller Physik Raum und Zeit wieder zusammenfallen, alle Energie wird wieder auf Null gesetzt. Da ist reine Gegenwart. 

Gott also ist immer hier und jetzt. Und wenn ich ganz gegenwärtig bin, dann spüre ich ihn. Er ist pure Präsenz. Er geht mit uns durch die Zeit und hält uns eine Zukunft bereit, die wir etwas naiv den Himmel nennen, aber die eigentlich darin besteht, dass wir in ihm sind. Das ewige Leben ist niemand anders als er selbst. Am Ende ist Gott alles in allem. 

Ich durfte einmal einen sterbenden Mann begleiten, der das gut verstanden hatte. Er sagte auf dem Sterbebett zu seiner Frau: „Ich bin in Gott und Gott ist in mir. Und du bist auch in Gott und Gott ist in dir. Und so sind wir beide ganz nah.“ 

(Predigt zum 7. Ostersonntag A - Livestream aus Ahaus St. Mariä Himmelfahrt)

Freitag, 1. Mai 2020

Hemd und Jacke

Willkommen zum Wort zum Wochenende der Münsterland-Zeitung! Ich möchte nichts über Gottesdienste und Abstandsregeln sagen, nichts über Messen und Hygiene beim Kommunionempfang. Das machen unsere Pfarreien derzeit sehr unterschiedlich: In Stadtlohn gibt es mehr Messen, in Vreden dafür sehr viel weniger, in Ahaus und Alstätte-Ottenstein wie sonst auch. Die evangelische Kirche feiert ohne Abendmahl. Das hat alles nichts mit Theologie zu tun, sondern mit Hygiene – und mit Angst. Aber das alles lasse ich jetzt mal außen vor.

Ich möchte heute über etwas anderes sprechen: über Hemd und Jacke. Über das Hemd, das den meisten näher ist als die Jacke. Wir erleben zurzeit: Ein Virus macht kurzatmig und zerstört die Lunge. Daran sterben nicht nur alte Leute oder Menschen mit Vorerkrankungen,
die es auch bei einer Grippe erwischt hätte. Also Menschen, die nicht an, sondern mit Corona sterben. Sondern es betrifft ganz normale Leute „wie du und ich“. Deswegen bin ich so froh, dass wir eine Regierung haben, die sich beraten lässt und nicht bloß herum-„trump“-elt. 

An die Lunge also geht das Virus. Die Lunge ist das Problem.  Ich frage mich: Sind wir nicht alle atemlos geworden? Nicht „atemlos durch die Nacht“, sondern atemlos vom allerletzten Schrei! Wir wollen haben, immer mehr. Und zerstören dafür hemmungslos die Schöpfung. Der Regenwald zum Beispiel, so sagt man, sei die „Lunge“ der Erde. Doch wir zerstören sie. Und damit die Zukunft unserer Kinder.

Was Corona für die Lunge ist, das sind die reichen Länder für die Welt!

Ich spreche vom Klimawandel – wer spricht jetzt noch davon? Nimmt uns die Angst vor dem Virus den Sinn für alles andere? Diese Angst macht atemlos, sie bestimmt alle Aufmerksamkeit. Das Hemd ist uns eben näher als die Jacke: Wenn’s weit weg ist, ist’s wohl nicht so wichtig. Wenn’s nur für alle ist, scheiß egal. Hauptsache: ich, und zwar jetzt! Hauptsache: alles, und zwar sofort!

Das Virus macht der Politik Beine und ermöglicht Milliardenhilfen. Der Mittelstand braucht sie dringend, diese Hilfen, denn der Mittelstand ist die Stütze unserer Wirtschaft. Ehrliche Leute, die nicht „chef“-feln, sondern arbeiten. Diesem Wohlstand verdanken wir unsere Freiheit! Doch was ist mit den Konzernen? Sie verlangen Staatshilfen und steuerfinanzierte Kaufanreize, aber schmeißen dann mit Dividenden und Boni nur so um sich. Die Wirtschaft als ganze stagniert, nur die Rüstungsexporte steigen weiter. Wir profitieren alle von diesem Profit, doch der Preis dafür ist hoch. Rüstung ist eben nicht nachhaltig, sondern tödlich.

Und die Geflüchteten, die sind plötzlich weit weg und sitzen unbeachtet auf Inseln ohne Menschenrechte. Jeden Tag sterben über 20.000 Menschen an Hunger. Die Mitbewohner unserer Erde kriegen wie immer nur das, was wir übriglassen. Wir sollten uns was schämen, Sie und ich! Und einsehen: Unser Lebensstil ist tödlich!

Was Corona für die Lunge ist, das sind viele von uns für die Welt!

Das Virus schränkt Recht und Freiheit ein und fast alle machen mit, sie lassen es sich gefallen. Nur ein wenig knurren sie über die Masken, und dass man im Laden warten muss. Aber alles in allem funktioniert es. Gut so! Wären wir doch immer so vernünftig und nähmen Rücksicht aufeinander. Doch den meisten ist eben das Hemd näher als die Jacke: Sie fangen erst dann an zu denken, wenn es ihnen selber an den Kragen geht.

Wäre der Glaube ansteckend, könnte die Welt dann wieder atmen? Das Virus macht überdeutlich: Alle Menschen müssen sterben. Wir sind alle sterblich, todsicher. Sind wir vielleicht deshalb jetzt so nervös, weil wir das vergessen hatten, vielleicht auch nur verdrängt? Alles dreht sich jetzt um Geld und Leben: das nackte Überleben und die Wirtschaft. Und dabei steht beides nicht im Grundgesetz: nicht der Profit, nicht das gesunde und keimfreie Leben. Sondern die Menschenwürde. Die Freiheit. Und das Recht auf Bildung. Was ist mit der Menschenwürde in den Altenheimen, wo kein Besuch mehr hindarf? In den Kindergärten und Schulen? In den Gaststätten, die reihenweise pleite gehen? In den kleinen Betrieben, die ums Überleben bangen?

Wir müssen alle sterben, und deshalb müssen wir das Leben schützen. Aber bitteschön das Leben aller Menschen, und nicht nur unser eigenes. Denken Sie an die Jacke und das Hemd! Alle Menschen müssen sterben: „Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hochkommt, sind es achtzig“, heißt es in Psalm neunzig. Ja, so ist das! Und auch ich muss sterben. Aber ich habe eine große Hoffnung. Ich liebe das Leben, aber ich hänge nicht daran, so als gäbe es nichts anderes. Weil ich diese Hoffnung habe. Ich muss nicht alles aus dem Leben herausholen, was womöglich drinsteckt an Jahren und Erlebnis. Ich habe keine Angst, irgendetwas zu verpassen. Deshalb kann ich mein Leben für andere einsetzen.

„Ich bin gelassen im Vorletzten, weil ich geborgen bin im Letzten“, sagt Romano Guardini. Das Wort habe ich mir ins Herz geschrieben: „Ich bin gelassen im Vorletzten, weil ich geborgen bin im Letzten.“ Deshalb will ich nicht nur um mich selber kreisen, nicht um meine Gesundheit, nicht um mein Leben, nicht um meinen Besitz und nicht um meine Angst.

Jesus sagt: „Wer sein Leben festhalten will, wird es verlieren. Wer aber sein Leben einsetzt, der wird es finden.“ Seien Sie deshalb hilfreich, machen Sie irgendwem das Leben leichter, setzen Sie sich für eine gute Sache ein, übernehmen Sie ein Ehrenamt, achten Sie auf die Umwelt. Dann ist viel getan. Mit einem Wort: Bewahren Sie sich nicht für sich selbst! „Denn wer sein Leben festhalten will, wird es verlieren, wer es aber einsetzt, der wird es finden.“

Die Rede ist auf www.muensterlandzeitung.de als Video erschienen. In den Pfarrnachrichten von St. Mariä Himmelfahrt in Ahaus steht das Ganze lyrisch verdichtet:


Hemd und Jacke

Ein Virus macht kurzatmig
und zerstört die Lunge.

Wir wollen haben, stets gehetzt
vom allerletzten Schrei –
und zerstören hemmungslos
die Lunge dieser Erde.

Ein Virus macht der Politik Beine
und ermöglicht Milliardenhilfen.

Wir lassen die Geflüchteten sitzen
auf Inseln ohne Menschenrechte;
die Mitbewohner dieser Erde
kriegen nur, was übrigbleibt.

Ein Virus schränkt Recht und Freiheit ein
und fast alle machen mit.

Wären wir doch immer so vernünftig
und nähmen Rücksicht aufeinander.
Doch den meisten ist das Hemd
näher als die Jacke.

Wäre der Glaube ansteckend,
könnte die Welt dann wieder atmen?

Stefan Jürgens

Freitag, 24. April 2020

Kleine Gebetsschule XXXIX: Ein neuer Anfang

Meine kleine Gebetsschule ist durch die Anfragen vieler Menschen entstanden, die nicht oder nicht mehr beten konnten. Und durch mein eigenes Suchen und Fragen. Daraus sind Texte, Anregungen und ein Buch entstanden, das ich auf „Kirche und Leben“ sowie in meinem Internet-Blog „Der Landpfarrer“ stückchenweise veröffentlichen durfte, in neununddreißig Abschnitten.

Mit dem Beten hatte auch ich anfangs große Schwierigkeiten. Ich wollte Christ sein mit Bewusstsein und Konsequenz, doch ich hatte ein Problem: Ich konnte nicht beten. Selbstverständlich habe ich es immer wieder versucht. Aber es wollte nicht gelingen. 

Bis ich irgendwann zu mir gesagt habe: Dein Glaube braucht ein Dach überm Kopf. Du darfst nicht so sehr auf Innerlichkeit setzen – also bete von außen nach innen. Methoden reinigen das Herz – tu immer wieder dasselbe, halte durch, mach dein Gebet nicht abhängig von Lust und Laune, von Erfolg und Misserfolg. Sondern stelle dich hinein in die Erfahrung vieler Beterinnen und Beter vor und mit dir. Und siehe – es begann in mir zu beten. Heute bin ich dankbar, mein Gebet nicht mehr zu überfordern, sondern mein ganzes Leben in Gottes Gegenwart bestehen zu versuchen. Meine eigene Gebetspraxis ist durch eine Schule gegangen. Es fällt mir immer noch schwer, aber das belastet mich nicht mehr.

In meiner Gebetsschule ging es zunächst um die Gottesfrage, das wichtigste Thema des Glaubens: Wer ist Gott? Und wer ist Gott – für mich ganz persönlich? Dann ging es um die Bedeutung Jesu Christi für mein ganz persönliches Glauben (Glauben ist ein „Tu-Wort“!). Und um den Heiligen Geist, die Kraft Gottes, durch die er mir näher ist als ich mir selbst. Die weiteren Impulse sind praktische Anregungen, eine verlässliche Ordnung zu entwickeln (das ist das Allerwichtigste). Und verschiedene Gebetsweisen und Methoden kennen zu lernen. 

Ich bete nicht, weil ich glaube, sondern ich glaube, weil ich bete! Ohne das persönliche Gebet wird Gott zu einem Niemand. Ich möchte mit meinem Beten nicht Gott verändern. Aber ich vertraue darauf, dass Gott mich verändert, wenn ich bete.

Ich wünsche Ihnen einen neuen Anfang mit Gott!
Stefan Jürgens

Donnerstag, 23. April 2020

Kleine Gebetsschule XXXVIII: Gotteskrise

„Die Kirchenkrise ist in Wirklichkeit eine Gotteskrise“, so ist immer wieder zu hören. In unserer postmodernen Welt mit ihrem Zwang zur Erfindung des eigenen Lebens ist auch Religion willkommen – jeder so, wie er mag, unverbindlich und ohne Solidarität. Wellness für die Seele ist „in“, der Glaube an ein persönlich ansprechbares Du ist „out“, weil er Konsequenzen fordern würde: Beziehungen beruhen immer auf Gegenseitigkeit. Da wundert es einen kaum, dass auch das Gebet keine große Rolle mehr spielt. 

Selbst in unseren Kerngemeinden erlebe ich zusehends, dass Menschen, die noch ab und zu zum Gottesdienst gehen, das persönliche Gebet längst eingestellt haben. Man betet in der Kirchenbank, aber nicht auf der Bettkante (außer in Notzeiten, dadurch entsteht ein problematisches „harmloses“ Gottesbild). Das Gebet jedoch ist der erste und ursprünglichste Ausdruck des Glaubens seit Menschengedenken. Alle Theologie kommt aus der Sprache der Gebete: Vor dem Nachdenken über oder auch von Gott stand das Sprechen, Klagen und Schreien zu Gott. 

Selbst viele Kirchenprofis (so genannte Hauptamtliche, zuweilen auch Apparatschiks) erleben einen Zwiespalt: Sie befassen sich mit Kirchenstrukturen, organisieren und verwalten immer größer werdende Gemeinden. Und sollten doch eigentlich die Vorbeter und Spirituale ihrer Gemeinden sein. Auch ihr Gebet – Gottesdienst und Stundenliturgie – wird ohne das persönliche Beten hohl und leer. Man merkt einer Seelsorgerin, einem Seelsorger schnell an, ob sie oder er betet. Und man merkt ihren Andachten und Gottesdiensten an, ob sie nur vorgeschriebene oder zusammen kopierte Texte aneinanderreihen, oder ob sie beten.

So ergänze ich die These: „Die Kirchenkrise ist in Wirklichkeit eine Gotteskrise“ mit dem Zusatz: „Und die Gotteskrise zeigt sich am ehesten in der Krise des Gebets.“ Wenn das Gebet der erste Ausdruck des Glaubens ist, und wenn der Glaube allein die Kirche zum Blühen bringen kann, dann ist die Wiederentdeckung des Gebets die beste „Medizin“ gegen das Verdunsten des Glaubens, gegen Bedeutungsverlust und Christenmangel. Und wenn der Gottesdienst der Kirche, das gemeinschaftliche Beten, immer mehr zum Event wird, zur möglichst kurzweiligen, aber dafür groß angelegten Unterhaltung, weil er weniger oder gar nicht mehr vom Gebet getragen wird, dann ist das persönliche Beten „auf Du und Du“ das beste Mittel zur Verlebendigung der Kirche und ihrer Liturgie. Und dann ist Beten – missionarisch!


Weil ich bete

Ich kann Gott nicht beweisen.
Es gibt gute Gründe zu glauben,
Hinweise vielleicht.
Aber ich sage zu ihm: Du!
Ich glaube, weil ich bete.


Morgen kommt der letzte Beitrag!
Stefan Jürgens

Mittwoch, 22. April 2020

Kleine Gebetsschule XXXVII: Beten in der Familie

Die erste Form des Gebets ist das Leben. Leben wird dort zum Gebet, wo es bewusst gelebt und gestaltet wird. Wo der berufliche Alltag dies zulässt, sind zum Beispiel die gemeinsamen Mahlzeiten, vor allem sonntags, mehr als nur Nahrungsaufnahme. Beim Mahl geschieht Kommunikation, beim Mahl entsteht Gemeinschaft (Gemahl und Gemahlin!). Auch das Vorlesen von Geschichten kann zu einer Form des Gebets werden: Die Geschichte schenkt Anteil am Erfahrungsschatz der Eltern und anderer Menschen; der Horizont weitet sich, Leben wird gedeutet, Sinn wird erfahren. Gleiches gilt für gemeinsam gestaltete Freizeit, für Spiel und Sport. Durch Symbole (Kerzen, Kreuz, Marienbild) wird der Glaube wie selbstverständlich in das Leben der Familie hinein geholt.

Gebet mit Kleinkindern

Jesus richtete Seine Botschaft an Erwachsene. Den Kindern hat Er segnend deutlich gemacht: Ihr seid von Gott geliebt! Damit brachte Er Seine Botschaft kindgerecht auf den Punkt. Die Familie ist eine Kirche im Kleinen, eine Hauskirche. Wenn Eltern ihre Kinder segnen, dann erfahren sie ein Zweifaches: zum einen, dass Gott sie begleitet, zum andern, dass auch die Eltern auf Gott und nicht nur auf ihre eigene Kraft vertrauen. Eltern, die ihre Kinder segnen und mit ihnen beten, relativieren sich selbst auf Gott hin. Nur Er ist absolut. Eltern können zum Beispiel beim Zu-Bett-Bringen ein Kreuz auf die Stirn ihrer Kinder zeichnen. Auch in anderen Formen von Geborgenheit und Zärtlichkeit gewinnt das Kind jenes Urvertrauen, das es für eine gesunde Einstellung zur Welt, zu den Menschen, zu sich selbst und zu Gott braucht.

Gebet mit Kindern im Kindergartenalter

In diesem Alter kann sich der Blick weiten auf andere Menschen hin. Eltern können morgens, abends oder bei Tisch den Kindern an ihrem eigenen Beten Anteil geben. Das langsame Hineinfinden in den erwachsenen Glauben ist besser als das Verkindlichen desselben. Innerhalb ihres eigenen Betens können die Eltern Raum geben für die Anliegen und Bitten der Kinder. Man kann fragen: Für wen sollen wir jetzt beten, an wen besonders denken? Den Kindern wird schnell jemand einfallen. Im Danken sind Kinder häufig sogar die Lehrmeister der Erwachsenen. So wird schon in diesem Alter deutlich: Durch Jesus Christus, unseren Bruder, stehen wir Menschen in solidarischer Gemeinschaft vor Gott. Dabei sind die Eltern Vor-Beter im Doppelsinn des Wortes: Sie beten zunächst vor und dann erst mit den Kindern, und sie beten ihnen vor.

Gebet im Grundschulalter

Spätestens im Grundschulalter sollte sich das Kind auch vorformulierte Gebete aneignen, die in der christlichen Tradition von großer Bedeutung sind – auswendig und inwendig. Dabei kommt es weniger auf das Verstehen als auf das Tun an; was der Mund nicht sagen kann, geht niemals zu Herzen: Wir beten von außen nach innen, und wir sprechen vor Gott eine Sprache, die größer und weiter ist als der eigene kleine Glaube je sein kann.

Wenn Menschen keine Worte mehr haben, dann können sie oft nicht anders, als auf diese Gebete zurückzugreifen. Außerdem machen sie das Christsein gemeinschaftsfähig. Wird die Vermittlung der Grundgebete allein der Katechese oder dem Religionsunterricht überlassen, so besteht die Gefahr, dass der Glaube zu einer Sonderwelt wird, der seinen Ort nur in der Kirche, in der „frommen Ecke“, am Rand … aber eben nicht mitten im Leben hat. Für das Kind kann der Eindruck entstehen: „Erwachsene brauchen keinen Gott. Wenn ich einmal groß bin, brauche ich auch keinen mehr, denn Gott ist nur etwas für Kinder.“ Auswendig gelernte Grundgebete geben Anteil am Glauben der Erwachsenen und der ganzen Kirche.

Leben mit der Kirche

Die Kirche dankt Gott für Jesus Christus, denn durch Ihn sind wir erlöste und befreite Menschen, unwiderruflich geliebt und erwählt zum ewigen Leben. Das Leben Jesu Christi wird im Kirchenjahr immer wieder gefeiert, in Erinnerung gerufen und dadurch vergegenwärtigt. Wenn christlicher Glaube vor allem eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus ist, wenn dieser Glaube durch Verkündigung und Feier gestärkt und sakramental greifbar wird, dann ist er ohne das Leben mit der Kirche und ohne gegenseitiges Weggeleit der Christen untereinander nicht denkbar und vor allem nicht lebbar. Glaube ohne Kirche, das ist wie: „Hab mich lieb, aber pack’ mich nicht an!“ Weihnachten kann man nicht feiern ohne die Kar- und Ostertage mitzuvollziehen; Feste kann man nicht feiern, wenn man den Alltag einer Gemeinde nicht kennt. Kinder können besser in einen erwachsenen Glauben hineinfinden, wenn sie lernen, ganz selbstverständlich mit der Kirche zu leben.

Jugendalter – Vorbild sein, ohne Druck auszuüben

Im Jugendalter wird sich, wie in vielen anderen Lebensbereichen, auch die religiöse Welt der Kinder von den Eltern ablösen. Hier zeigt sich auch, ob die religiösen Kinderschuhe ausgezogen und erwachsene Wege des Glaubens begonnen werden. Zu spät ist es dafür allerdings nie.

In religiös gleichgültigen Familien entschwindet der Kinderglaube hier wie ein alter Schirm, den man irgendwo hat stehen lassen und beim besten Willen nicht mehr weiß, wo; die Religion verdunstet einfach, wird nicht weiter vermisst oder schnell durch eine andere Überzeugung ersetzt (Erfolg und Konsum, Desinteresse und Langeweile, Esoterik und Ideologie) . In gläubigen Familien sind jetzt endlose Diskussionen an der Tagesordnung. 

Die Jugendlichen versuchen, ihre eigene Existenz zu entwerfen, jemand zu werden; die Ablehnung überkommener Muster bei gleichzeitigem unreflektiertem Adaptieren von Verhaltensweisen von Gleichaltrigen oder von Idolen erzeugen nach außen hin ein ständiges inkonsequentes Durcheinander von Gefühlen.

Zwischen gläubigen Eltern und Kindern bleiben nur wenige Gemeinsamkeiten. Wichtig ist, dass die Eltern ihrer Sache treu bleiben, dass sie Rechenschaft und Zeugnis geben von ihrem Glauben, ohne Druck auszuüben: nicht nur überzeugen, sondern Zeugnis geben. Durch bewusst gestaltetes Leben bleiben sie Vorbilder – weit über das Jugendalter ihrer Kinder hinaus. Wie schön und ermutigend, wenn diese dann spüren: „Unsere Eltern glauben und beten immer noch. Sie haben uns nicht um Gott betrogen.“

Bis morgen!
Stefan Jürgens